Cooltura
Branche2. Mai 20269 Min.

Softeis-Trend 2026: Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist

Als wir vor ein paar Jahren bei Cooltura angefangen haben, waren wir noch skeptisch. Heute kann ich ehrlich sagen: Das war eine ziemlich falsche Einschätzung. Was sich am Softeis-Markt 2026 ändert – und warum jetzt der beste Einstiegszeitpunkt ist.

Florian Werner

Florian Werner

Kühler Kopf mit großer Leidenschaft fürs Eis

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Softeis-Trend 2026: Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist

Ich gebe zu, ich war anfangs skeptisch. Als wir vor ein paar Jahren bei Cooltura angefangen haben, mit Softeis-Maschinen zu handeln, haben wir uns gedacht: "Naja, Sommerprodukt, irgendwie klassisch, irgendwie Vergangenheit." Damals hat man Softeis in der DDR-Eisdiele gegessen oder auf dem Volksfest. Punkt. Heute, drei Jahre später, kann ich ehrlich sagen: Das war eine ziemlich falsche Einschätzung.

Der Markt hat sich tatsächlich gedreht. Und 2026 ist meiner Meinung nach genau der Punkt, an dem die alten Vorurteile final fallen. Ich versuche dir mal in diesem Beitrag zusammenzufassen, was wir aus unseren Verkaufszahlen, aus den Gesprächen mit Kunden und aus den Branchendaten sehen, und warum jetzt aus meiner Sicht der beste Zeitpunkt ist, einzusteigen.

Der Markt: Zweistelliges Wachstum, das nicht aufhört

Der europäische Softeis-Markt wächst seit Jahren zweistellig. Das klingt erstmal wie eine Marketing-Zahl, aber sie ist tatsächlich belastbar. Wir merken es direkt: Im Vergleich zum Vorjahr verkaufen wir bei Cooltura ungefähr 40 % mehr Maschinen, und unsere Pulver-Bestellungen, was ein guter Indikator für echten Verbrauch ist, laufen sogar noch stärker.

Was du daraus mitnehmen kannst: Das ist kein Hype, der nächstes Jahr wieder kippt. Das ist eine echte Marktverschiebung. Verbraucher entdecken Softeis als Premium-Produkt neu, und neue Käufergruppen kommen dazu, Tankstellen, Bäckereien, Schwimmbäder, sogar Hotels.

Trend 1: Die Saison verlängert sich

Das ist aus meiner Sicht der spannendste Trend. Softeis war lange ein reines Sommerprodukt, Mai bis September, danach Pause. Mein erster Cooltura-Kunde im Heimatdorf hat seine Maschine im Oktober wirklich abgedeckt und im April wieder rausgeholt. Ist heute komplett anders.

Was passiert: Indoor-Standorte sind völlig saisonunabhängig. Ein Café, ein Hotel-Lobby-Bereich, ein Shopping-Center, da gibt es keinen Winter. Wer dort Softeis verkauft, hat 365 Tage Saison. Selbst klassische Kioske experimentieren mit Winterangeboten. Eine warme Waffel mit kaltem Softeis ist im November echt mega, das Kontrastspiel funktioniert, die Kunden lieben es, und du verdienst weiter Geld, wenn deine Konkurrenz schon Winterruhe macht. Ich kenne einen Betrieb in Straubing, der jetzt seit zwei Jahren ganzjährig öffnet und im Winter sogar 60 % seines Sommerumsatzes erreicht. Das hätte er sich vor drei Jahren auch nicht träumen lassen.

Trend 2: Premium schlägt Discount

Das ist die Marktlogik, über die ich am häufigsten mit Einsteigern spreche. Viele denken: "Ich muss billig sein, sonst kauft keiner." In Wahrheit ist es genau andersrum. Verbraucher sind 2026 bereit, für Qualität mehr zu bezahlen, sogar bei einem Eis. Eine Portion für 4,50 € empfinden die meisten Kunden als völlig fair, sofern das Eis gut schmeckt, gut präsentiert ist und ordentlich gemacht wirkt. Die Kunden vergleichen nicht mit dem Eis-am-Stiel aus dem Supermarkt für 1,20 €. Sie vergleichen mit dem Cappuccino, den sie gerade vorher für 4,90 € getrunken haben.

Du kannst diesen Trend aktiv nutzen: Bio-Zutaten, hausgemachte Toppings, Waffeln aus regionaler Manufaktur. Das hebt dich von der Konkurrenz ab, rechtfertigt höhere Preise, und deine Marge wird trotzdem größer, weil der Aufpreis bei deinen Einkaufskosten geringer ist als bei deinem Verkaufspreis.

Trend 3: Der Social-Media-Effekt

Aus meiner Sicht der unterschätzteste Trend. Softeis ist fotogen. Der hohe Swirl, die Spitze, die Waffel, das funktioniert auf Instagram und TikTok wie kaum ein anderes Produkt. Ich habe vor ein paar Wochen mit einem Kioskbetreiber in Cham gesprochen. Der hat seit Mai eine Maschine bei sich stehen. Eine Kundin hat ein Foto von seinem Softeis auf TikTok gepostet, 80.000 Aufrufe in einer Woche. Er hat danach Wochenend-Kundenströme aus drei Landkreisen gehabt. Ohne einen einzigen Werbeeuro. Das ist die kostenlose Marketing-Maschine, die kein Budget der Welt ersetzt.

Mein Tipp: Investier ein bisschen Zeit in Präsentation. Eine ordentliche Waffeltüte. Eine gleichmäßige Spitze. Ein farblich passendes Topping. Wenn das Produkt schön aussieht, machen die Kunden die Werbung für dich.

Trend 4: Neue Käufergruppen

Was wir aktuell besonders stark sehen: Es sind nicht mehr nur Eisdielen, die Maschinen kaufen. Wir verkaufen Maschinen an Tankstellen, an Bäckereien, an Schwimmbäder, sogar an einzelne Supermärkte. Jede dieser Branchen hat erkannt, dass Softeis als Frequenzbringer funktioniert und gleichzeitig richtig gutes Geld verdient.

Das verändert den Markt für dich als Einsteiger: Weniger Risiko, weil mehr Branchen mitmischen und damit der Markt insgesamt wächst. Mehr Validierung, weil du nicht mehr "der Spinner mit der Eismaschine" bist, sondern Teil eines klaren Trends.

Warum jetzt starten?

Long story short: Die Kombination aus steigender Nachfrage, einer sich verlängernden Saison, der Bereitschaft der Kunden für Premium-Preise und der enormen Marketing-Power von Social Media macht 2026 zu einem wirklich guten Einstiegszeitpunkt. Wer jetzt startet, positioniert sich noch vor der breiten Welle, und kann von Anfang an profitabel arbeiten.

Die Zahlen, die wir bei Cooltura sehen, sind ziemlich klar: Betreiber, die im Frühjahr starten, erreichen den Break-Even ihrer Maschinenkosten typischerweise innerhalb der ersten 3–4 Monate. Danach ist jede Portion reiner Gewinn. Bei einer Vier-Tausend-Euro-Maschine reden wir also über ein Investment, das sich noch in derselben Saison amortisiert.

Was ich dir noch mitgeben würde

Ich sehe gerade, dass viele Einsteiger den Sprung trotzdem nicht wagen, weil sie auf den "perfekten Zeitpunkt" warten. Aus meiner Sicht gibt es den nie. Du wirst immer Argumente finden, noch einen Monat zu warten, der Sommer ist halb rum, die Zinsen sind hoch, dein Steuerberater hat noch nicht ja gesagt, irgendwas ist immer.

Mein Vorschlag: Wenn du eine Idee hast, einen geeigneten Standort und das Budget für eine Maschine plus drei Monate Materialvorrat, fang an. Du wirst in den ersten Wochen Fehler machen, das ist normal. Aber jeden Tag, an dem deine Maschine nicht steht, verdient ein anderer das Geld, das du hättest verdienen können.

Was wir intern bei Cooltura sehen

Fun Fact am Rande: Bei uns im Cooltura-Team haben wir Anfang 2026 einen internen Indikator eingeführt, den wir die "Maschinen-zu-Anfragen-Quote" nennen. Wir messen, wie viele Beratungsgespräche wir brauchen, bis eine Maschine verkauft wird. Vor zwei Jahren lag diese Quote bei rund 1:8, also auf acht Beratungsgespräche kam ein Verkauf. Heute liegt sie bei 1:3. Die Kunden, die mit uns sprechen, haben sich vorher schon stärker mit dem Thema beschäftigt, kommen mit konkreteren Vorstellungen und entscheiden schneller.

Das ist aus meiner Sicht der beste Indikator dafür, dass der Markt erwachsen wird. Softeis ist nicht mehr das exotische Nischenprodukt für ein paar Foodtruck-Pioniere, es ist eine ernstzunehmende Geschäftsoption, die in immer mehr Branchen seriös geprüft wird.

Wenn du Fragen hast, gib uns gerne Bescheid, bei Cooltura beraten wir auch ehrlich, wenn am Ende keine Maschine bei dir steht. Ich glaube wirklich, der Markt ist groß genug für alle, die jetzt einsteigen wollen.

Florian Werner

Über den Autor

Florian Werner

Kühler Kopf mit großer Leidenschaft fürs Eis

Geschäftsführer von Cooltura und leidenschaftlicher Blogger vom Kopf bis zur Waffelspitze.

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